Das MainÄppelHaus-Projekt
„Pflege gegen Nutzung“

Die Idee des Projektes ist es, möglichst viele Streuobstwiesen wieder aktiv zu betreuen und zu bewirtschaften. Und wer pflegt, soll dafür das Obst bekommen.

Demoskopisch leben wir in einer Situation, in der sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren ein „Fenster“ schließt. Die Eigentümer sind auf Grund ihres Alters nicht mehr in der Lage, die Bewirtschaftung persönlich sicherzustellen. Die Nachkommen sind in überwiegendem Maße nicht mehr vor Ort oder an den Streuobstwiesen nicht interessiert – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Zeitgleich öffnet sich demgegenüber ein anderes „Fenster“: Dahinter stehen Menschen, die natur- und umweltbewusst denken. Für sie ist der Gedanke eine Streuobstwiese zu betreuen, ein „gutes, sinnvolles Angebot“. Oft sind es jüngere Familien, die ihre Kinder in diese Entscheidung mit einbeziehen.

Das Projektgebiet ist zur Zeit vorrangig am Berger Süd-Hang.
Wir konzentrieren uns dabei auf ein Kerngebiet mit folgenden Grenzen:
Der Wagenweg unten – das Naturschutz-Gebiet im Nordosten –
der nördliche Höhenweg – die Linie hinter den Häusern des Fritz-Schubert-Ring.
In diesem Areal – ca. 1,5 km von Bergen-Enkheim in Richtung Bischofsheim und
von unten nach oben ca. 0,5 km – befinden sich ca. 270 Einzelparzellen
unterschiedlicher Größe von privaten Eigentümern.

Durch unsere Arbeit wissen wir inzwischen von ca. 75% der Grundstücke, wer die Eigentümer im Einzelnen sind. Ohne diese Kenntnis ist eine Vermittlung nicht möglich.

Bevor innerhalb des Projektes „Pflege gegen Nutzung“ Grundstücke bei Begehungen mit 6–8 Interessenten angeboten werden, erfolgt eine Einzelbesichtigung und Bewertung der Parzelle. Danach werden die Grundstücke gekennzeichnet, denn Grenzsteine fehlen meist.

Auf diesem Weg konnte auch das Angebot für Pflegegrundstücke erweitert werden. Weitere Grundstücke sollen einen Käufer finden. Diesem Angebot stehen in unserer Datei zahlreiche Interessenten gegenüber, die sich vorstellen können, eine Streuobstwiese in Pflege zu übernehmen.

2011/2012 Fragebogen-Aktion zur Gewinnung neuer Grundstücke
  144 Anschreiben mit Fragebogen versandt
71 Fragebogen – Rücklauf / ca.50 %
  Ergebnisse: Antworten:
  Machen selbst
Wollen verkaufen
Verpachtung/Betreuung
Klärungen
41
7
15
8
  Neues Angebot 19 Grundstücke zur Betreuung
7 Grundstücke zum Verkauf
  1. Begehung
Teilnehmer
Neue Pächter
Neue Käufer
28.04.12
9 Personen
3 Personen
2 Personen
2010 - 2012
52 Grundstücke am Berger Hang standen bis jetzt zur Vermittlung zur Verfügung. Einwilligungen der Eigentümer liegen vor.
über 90 Interessenten zur Betreuung haben sich nach Presseinformationen in der FR, FNP und dem "Bergen-Enkheimer" insgesamt gemeldet.
6 Gruppen-Begehungen mit jeweils sechs bis acht Teilnehmern und ungezählte Einzeltermine wurden in den Jahren 2010 bis 2012 durchgeführt.
29 Grundstücke konnten dabei mit Pacht/Betreuungsverträgen oder Kaufverträgen vermittelt werden.
45.001 qm Streuobstwiese haben zwischen 2012 bis 2012 einen Pächter/Betreuer oder Käufer gefunden.

Perspektive zur Gewinnung neuer vermittelbarer Streuobst-Grundstücke

  • Nachbereitung Berger Hang
  • Auf- und Bearbeitung der Streuobst-Grundstücke am Berger Hang Nord
  • Erste Bestandsaufnahme der Streuobst-Grundstücke in der Seckbacher Gemarkung zwischen Berger Weg, Vilbeler Landstraße und Friedberger Landstraße.

Die bisherigen Ergebnisse bestätigen, dass unsere Arbeit „Früchte trägt“:

Wir sind davon überzeugt, dass wir so weiterarbeiten können und wollen. Nur, wenn es gelingt, dass sich wieder Menschen um Streuobstwiesen kümmern, sich Sachverstand aneignen, vom MainÄppelhaus Lohrberg oder anderen Institutionen unterstützt werden, kann es gelingen, das „Unikat“ unserer landschaftlichen Umgebung zu erhalten: Als „Streuobst-Biotop“, das eine große geologische, ökologische und kulturelle Vergangenheit hat.

Haben Sie Interesse an einer Streuobstwiese? Möchten Sie sich mit Freunden die Pflege einer Wiese teilen? Dann nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Kontakt:
Jürgen Pietzner, per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Maja Becker, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder telefonisch unter (069) 47 99 94